Urkunden

In allen Rechtssystemen dieser Erde sind Schriftstücke öffentlich zu beurkunden. Natürlich müssen Sie zum Abfassen Ihres Schreibens an den Liebsten nicht die Notarin als Urkundsperson aufsuchen, es sei denn, Sie wollen ihm zugleich damit ihr Haus überschreiben. Der Staat verlangt die Form der öffentlichen Urkunde für alle Geschäfte, denen eine höhere Beweiskraft zukommen soll. Zudem soll der Bürger im Rechtsleben nicht unüberlegt oder unbedarft langfristige Beziehungen eingehen, sondern die Tragweite der von ihm unterzeichneten Verträge und Papiere gut informiert abschätzen können. Drum prüfe wer sich ewig bindet! Der Notarin obliegt die Pflicht, Sie mit der Urkunde über Ihre Rechte und Pflichten zu orientieren.

Die Bereiche, in denen die öffentliche Beurkundung vorgeschrieben wird sind vielfältig, in der Hauptsache aber jede Verfügung über Grundeigentum und solche von Todes wegen oder zur  Gründung von Gesellschaften und Stiftungen.

Die Originalurkunde ist Staatseigentum und wird von der Notarin aufbewahrt. Die Parteien und Ämter erhalten Ausfertigungen mit Verbal und Siegel.