Advokatur

Fürsprecherin, Anwältin, Rechtsanwältin, Advokatin… sie alle unterscheiden sich zwar im Titel, haben aber den gleichen Beruf und die gleiche Aufgabe: ihrem Auftraggeber zu seinem Recht zu verhelfen.

Unabhängig und unbeeinflusst von anderen Meinungen: zu allem was Recht ist. Welcher Partei die Anwältin in einem Prozess zur Seite steht, ob dem Kläger oder dem Beklagten in einem Forderungsprozess, ob dem Ehemann oder der Ehefrau im Scheidungsverfahren, ob dem Täter oder dem Opfer im Strafprozess – das entscheidet in der Regel der Zufall. Sobald aber ein Mandat zustande gekommen ist, vertritt die Anwältin nur noch die Interessen ihres Auftraggebers.

Sie prüft die Rechtslage, sie sammelt alle Argumente, die die Rechtsauffassung ihres Klienten stützen. Im Gegensatz zum Notar kann die Anwältin nicht neutral sein, sie muss Partei ergreifen, vergisst aber dabei nicht, dass es ganz selten in einem Prozess nur schwarz oder weiss, Recht oder Unrecht gibt. Die Anwälte legen alle Argumente, die für ihren Klienten sprechen auf die Waage der Justiz. Auf welche Seite sich die Waagschale dann aber neigt, entscheidet das Gericht.